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FWG Andernach: Wechsel in der Fraktionsspitze

Mit großem Dank und persönlicher Wertschätzung hat die FWG in ihrer jüngsten Sitzung ihren langjährigen Fraktionsvorsitzenden Hartmut Dressel verabschiedet. Nach vielen Jahren an der Spitze der Fraktion hat er sich entschieden, das Amt auf eigenen Wunsch in neue Hände zu übergeben.
Im Namen der gesamten Fraktion würdigte sein langjähriger Wegbegleiter und Stadtratsmitglied Egon Schäfer die herausragenden Verdienste Dressels und überreichte ihm ein Präsent als Zeichen der Anerkennung. Seit seinem Eintritt in die FWG im Jahr 1999, seiner Wahl in den Stadtrat 2004 und insbesondere in den 16 Jahren als Fraktionsvorsitzender seit 2010 hat er die kommunalpolitische Arbeit der FWG maßgeblich geprägt und gestaltet.
„Es war eine intensive, spannende und zugleich sehr erfüllende Zeit. Gemeinsam haben wir viel für Andernach und die Stadtteile erreichen können“, blickte Dressel zurück. „Der Wahlerfolg 2024, als die FWG mit 14 Stadtratssitzen zur stärksten Fraktion gewählt wurde und die Wahl unseres Mitglieds Christian Greiner zum Oberbürgermeister im Jahr 2022 zeigen, dass unsere Arbeit geschätzt wird. Nun ist für mich der richtige Zeitpunkt gekommen, Verantwortung weiterzugeben. Ich freue mich sehr, dass die Fraktion meinem bisherigen Stellvertreter Timur Külahcioglu einstimmig das Vertrauen ausgesprochen hat. Gleichzeitig bleibe ich der Fraktion als stellvertretender Vorsitzender weiterhin eng verbunden.“
Zum neuen Fraktionsvorsitzenden wurde einstimmig Timur Külahcioglu gewählt: „Ich bedanke mich herzlich bei der Fraktion für das ausgesprochene Vertrauen. Hartmut Dressel hat die FWG über viele Jahre hinweg mit großem Engagement, Verlässlichkeit und Herzblut geprägt – und er beweist einmal mehr seine Weitsicht darin, den richtigen Moment für eine geordnete Übergabe zu erkennen. Dass er uns weiterhin mit seiner Erfahrung an meiner Seite unterstützt, freut mich persönlich sehr. Ein geregelter Übergang wie dieser ist kein Selbstverständnis, sondern das Ergebnis einer vertrauensvollen, langjährigen Zusammenarbeit.“
Külahcioglu betonte, dass die Fraktion den eingeschlagenen Weg geschlossen weitergehen werde: „In unserer Zusammenarbeit haben Hartmut und ich von Beginn an einen gemeinsamen Weg eingeschlagen – gerade seit der aktuellen Wahlperiode arbeiten wir eng und im Gleichklang. Daran wird sich nichts ändern. Wir werden unsere Fraktionsarbeit gemeinsam und genauso konsequent fortführen wie bisher. Darauf freue ich mich – zusammen mit meiner gesamten Fraktion.“
Die FWG-Fraktion kann dabei auf eine aktive und erfolgreiche Arbeit in der laufenden Wahlperiode zurückblicken. Seit der Kommunalwahl 2024 hat die FWG-Fraktion 26 Anträge in den Stadtrat eingebracht. Inhaltlich reicht das Spektrum von bezahlbarem Wohnraum über die Stärkung der Jugendbeteiligung – etwa durch ein Jugendparlament und Jugendwarte in den Stadtteilen – bis hin zu Klimaanpassungsmaßnahmen wie Kühlbrunnen und Kühlflächen. Auch Themen wie Sicherheit in der Innenstadt und bei Veranstaltungen, Investitionen in Sportstätten, die Einrichtung eines runden Tisches „Bauen“ sowie neue Informationswege für Bürgerinnen und Bürger, etwa über einen WhatsApp-Kanal, wurden angestoßen.
Ein besonderes Anliegen war und ist der Einsatz für den Erhalt der betreuenden Grundschule als Ergänzung zur Ganztagsschule. „Hier ging und geht es uns darum, Familien echte Wahlmöglichkeiten zu erhalten“, so Külahcioglu.
Eine Übersicht aller Anträge der FWG-Fraktion mit Ergebnissen ist hier einsehbar.
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GaFöG in Andernach: FWG setzt Wahlfreiheit zwischen Ganztag und Betreuung durch

Die Umsetzung des Ganztagsförderungsgesetzes (GaFöG), das ab August 2026 stufenweise einen Rechtsanspruch auf ganztägige Förderung für Grundschulkinder begründet, sorgt in Andernach seit Monaten für viele Fragen – insbesondere bei Eltern aus der Kernstadt und den Stadtteilen. Genau hier hat die Freie Wählergruppe Andernach e.V. (FWG) früh angesetzt: Bereits im vergangenen Jahr drängte sie darauf, dass die Verwaltung in einer eigenen Sitzung darlegt, wie der Rechtsanspruch organisatorisch und pädagogisch umgesetzt werden soll.
Der Termin im Januar brachte aus Sicht der FWG zwar erste Einblicke, zugleich aber auch zahlreiche offene Punkte. Um die Informationslage zu klären, reichte die FWG im Nachgang eine umfangreiche Frageliste an Bürgermeister und Fachabteilung nach – unter anderem zu Finanzierung, Öffnungszeiten, Ferienbetreuung und sozialer Ausgestaltung der Beiträge. In der Sitzung am 19. Februar wurden diese Fragen von der Verwaltung ausführlich beantwortet – und damit wesentliche Weichenstellungen für die kommenden Jahre nachvollziehbar gemacht.
Das zentrale Anliegen der FWG in den letzten Monaten: In Andernach sollen nicht mehrheitlich Ganztagsschulen (GTS) etabliert werden, wie seitens der Verwaltung vorgeschlagen, sondern an Standorten, an denen es bislang gelebt wird, soll weiterhin eine Betreuende Grundschule (BGS) als Wahloption bestehen bleiben. „Eltern brauchen Planungssicherheit – und vor allem echte Wahlmöglichkeiten. Es geht um konkrete Abläufe, verlässliche Zeiten und darum, dass Betreuung nicht nur auf dem Papier existiert, sondern im Alltag funktioniert“, betont Timur Külahcioglu, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FWG. „Zudem sahen wir im Wegfall der Betreuung an den Ganztagsschulen eine reale Gefahr – nicht nur für Vereine und gewachsene soziale Strukturen der Kinder, sondern auch für viele Arbeitgeber. Denn im Zweifel hätte ein Elternteil seine Arbeitszeit reduzieren oder sogar ganz anpassen müssen, um die Betreuung vollständig selbst sicherzustellen. Das kann und darf nicht die Folge kommunaler Entscheidungen sein.“
Die aktuelle Planung, wie sie in der gemeinsamen Sitzung des Jugendhilfe- und Schulträgerausschusses beschlossen wurde, schafft dabei differenzierte Lösungen für Kernstadt und Stadtteile: In Eich soll der Hort über die kommenden Jahre schrittweise zurückgebaut werden, gleichzeitig ist dort eine Nachmittagsbetreuung im Rahmen der Betreuenden Grundschule bis 15.00 Uhr vorgesehen. In Namedy ist ebenfalls eine BGS-Lösung bis 15.00 Uhr geplant. In Miesenheim soll die BGS bis 15.00 Uhr erhalten bleiben. In der Kernstadt bleibt an den Grundschulen St. Stefan und St. Peter die Ganztagsschule und parallel die BGS bis 13.30 Uhr bestehen. An der Martinschule ist eine BGS bis 15.00 Uhr vorgesehen. Die Hasenfänger-Schule bleibt hingegen Ganztagsschule.
Für die FWG ist diese Kombination ein entscheidender Punkt: Familien sollen künftig nicht „automatisch“ in ein einziges Modell gedrängt werden, sondern je nach Bedarf zwischen Ganztag und verlässlicher Betreuung wählen können. „Wir freuen uns, dass Eltern in Andernach und in den Stadtteilen dank unseres Einsatzes weiterhin echte Wahlmöglichkeiten haben – und nicht vor die Alternative gestellt werden, nur noch ein einziges Schulmodell nutzen zu können“, betont Timur Külahcioglu, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FWG.
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FWG Miesenheim beantragt Prüfung zur Nutzung des ehemaligen AWO-Heims für Vereine und Ehrenamt

Miesenheim. Die FWG-Fraktion Miesenheim der Freien Wählergruppe Andernach e.V. hat die Stadtverwaltung gebeten zu prüfen, ob das ehemalige AWO-Heim in Miesenheim künftig wieder für Vereine und ehrenamtliche Gruppierungen nutzbar gemacht werden kann. Ein entsprechender Prüfauftrag wurde bereits zur Ortsbeiratssitzung im vergangenen September angestoßen.
Das Gebäude wurde bis vor rund zwei Jahren regelmäßig von örtlichen Gruppen für Treffen genutzt, in früheren Jahren unter anderem auch als Sauna. Als Vereine im vergangenen Jahr erneut Interesse an der Nutzung anmeldeten, informierte die Verwaltung überraschend darüber, dass das Objekt baurechtlich lediglich als Garage bzw. Lagerhalle genehmigt sei und eine Nutzung für Versammlungen daher formal nicht zulässig wäre.
Aus Sicht der FWG ist das ehemalige AWO-Heim jedoch von besonderer Bedeutung für das Dorf: Es zählt zu den wenigen barrierefrei zugänglichen Räumlichkeiten in Miesenheim. Lediglich eine geringe Höhendifferenz vom Gehweg zum Vorhof müsste überwunden werden, was mit überschaubarem Aufwand barrierefrei gelöst werden könnte. Zudem besteht das Gebäude aus zwei miteinander verbundenen Räumen mit separaten Eingängen, sodass sich ein Teil der Fläche auch als barrierefreies Büro für den Ortsvorsteher anbieten würde.
In der Ortsbeiratssitzung erläuterte die Stadtverwaltung, dass die bisherige Nutzung lediglich geduldet gewesen sei. Eine zukünftige Nutzung für Vereine erfordere eine formale Nutzungsänderung, die nur mit Zustimmung aller angrenzenden Nachbarn genehmigt werden könne.
Der Ortsbeirat hat die Verwaltung nun beauftragt, bis zur nächsten Sitzung im März ein konkretes Nutzungskonzept für das ehemalige AWO-Heim zu erarbeiten und dieses mit einer Kostenschätzung zu hinterlegen.
„Für Vereine und ehrenamtliche Initiativen braucht Miesenheim gut erreichbare und barrierefreie Räume. Das ehemalige AWO-Heim bietet dafür aus unserer Sicht großes Potenzial. Wir wollen daher sorgfältig prüfen lassen, ob und wie dieses Gebäude wieder sinnvoll für die Dorfgemeinschaft genutzt werden kann“, erklärt Anja Langenbahn, Fraktionsvorsitzende der FWG Miesenheim.





