„Andernach 2030“ – FWG beantragt Entwicklung eines Innenstadtkonzeptes

Andernach. Mit Sorge hat die FWG Andernach die bundesweite Aktion „Wir machen auf...merksam“, an der sich ebenfalls der Andernacher Einzelhandel beteiligte, zur Kenntnis genommen und sich ein Bild vor Ort gemacht. Bereits vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie befand sich der Handel in einem strukturellen Wandel. Viele Einzelhändler in den Innenstädten hatten mit erheblichen Umsatzrückgängen zu kämpfen. Entsprechend hat der Handel darauf reagiert. Nach Einschätzung des HDE-Hauptgeschäftsführers Stefan Genth nutzen 80% aller stationären Händler alternative Vertriebswege. Nun bedroht der zweite Lockdown die Unternehmerinnen und Unternehmer existentiell.

Verschärft wird die Situation, dass die von Bundeswirtschaftsminister Altmaier versprochenen Wirtschaftshilfen weder ankommen noch zielführend sind, um den Einzelhandel in dieser Krise,  die er nicht zu verantworten hat, zu unterstützen.

Mit einem drohenden Verlust des Einzelhandels gingen tausende Arbeitsplätze verloren und die Attraktivität des Kulturgutes „Innenstadt“ steht dabei auf dem Spiel. Aus Sicht der Freien Wählergruppe Andernach ist in erster Linie die Landes- sowie Bundespolitik gefordert, die Branche maßgeblich zu unterstützen. Doch auch auf kommunaler Ebene sieht die FWG Möglichkeiten dem Einzelhandel, der Gastronomie und den Kulturschaffenden zu helfen. Daher hat die FWG Fraktion in der vergangenen Woche bei der Stadtspitze den Antrag „Andernach 2030“ eingereicht, der Andernach für die Zukunft nach der Corona-Pandemie fit machen soll.

Ziel des Antrages ist Erarbeitung eines ganzheitlichen Innenstadtkonzeptes „Andernach 2030“. Demnach könne beispielsweise der erste Schritt die Entwicklung eines modernen Stadt- und Tourismusmarketings sein. „Unserer Meinung nach können wir noch mehr für die Attraktivität und die Aufenthaltsqualität unserer Innenstadt tun. Wenn wieder mehr Menschen aus unterschiedlichen Gründen und Anlässen in die Innenstadt kommen, dann wird auch der Handel davon profitieren.“ beschreibt Christian Greiner die Intention des Antrages seiner Stadtratsfraktion. „Darüber hinaus müssen wir gemeinsam weitere Themen finden, mit der sich Andernach wie im Fall der essbaren Stadt und dem Geysir auch in der Zukunft profilieren kann.“ so Greiner weiter. Im Austausch mit dem Andernacher Einzelhandel stößt der FWG Antrag indes auf positives Feedback. „Die Innenstadt darf nicht zu einem ausschließlichen Freizeitpark werden. Handel, Gastronomie und Kultur bedingen und brauchen sich gegenseitig. Daher begrüßen wir die Forderung nach einem Innenstadtkonzept, das unsere Stadt nachhaltig beleben soll.“ äußert sich Unternehmerin Claudia Peter beim Vor-Ort Termin mit Christian Greiner.

Für die FWG ist klar, dass man nicht untätig zusehen darf, wie ein Geschäft nach dem anderen in Andernach schließt. Daher hofft man, dass insbesondere die Stadtführung sowie die Wirtschaftsförderung dem eingereichten Antrag folgen und den aufgezeigten Ansatz konsequent aufnehmen, um eine Zukunftsperspektive für die Bäckerjungenstadt zu entwickeln.

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Claudia Peter (rechts) zählt zu den Einzelhändlerinnen, die um die Zukunft der Andernacher Innenstadt bangen. Mit dem Antrag „Andernach 2030“ fordert die FWG Andernach, hier vertreten durch Christian Greiner, die Stadtspitze zur Entwicklung eines Konzeptes auf, das die Innenstadt aufwerten soll.

Foto: FWG Andernach

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