
Zeitungsbericht aus "Blick aktuell Andernach" vom 14.12.2011

Geschäftsführer M. Müller (links) im Gespräch mit Vertreter der FWG-Andernach e.V.





Wasserprobenentnahme am Teich am Helmwartsturm: Dipl. Ing. Gasiorowski, H.G. Budelmann, Franz Breil (v. links nach rechts) Foto: lb
Frischwasser im Teich verschlechtert die Wasserqualität
Ein Wasseraustausch im Teich am Helmwartsturm ist eher kontraproduktiv
Ein Bericht von Lothar Böttcher, im Stadtrat für die FWG
* Andernach: Überraschende Ergebnisse erbrachte eine von der Freien Wählergruppe e.V. in Auftrag gegebene Untersuchung über die Wasserqualität der Teichanlage am Helmwartsturm.
Der Teich am Helmwartsturm stellt sich in wesentlichen Teilen des Jahres eher in der Form einer Kloake, als in Form einem attraktiven Gewässer dar, das einer touristischen Stadt wie Andernach aber gut zu Gesichte stehen würde. Bereits mehrfach hatte die Freie Wählergruppe e.V. auf diesen Missstand hingewiesen und bei der Stadtverwaltung angeregt, endlich Verbesserungen durchzuführen.
Um fundierte Lösungsansätze vorzutragen, hat die FWG nun auf eigene Kosten den DiplomÖkologen (Schwerpunkt Gewässerkunde) und Landschaftsarchitekten Marcin Gasiorowski vom Ingenieurverbund www.frischerwindt.de mit einer Ursachenforschung beauftragt.
Die Ergebnisse der Fachuntersuchung liegen nun vor und führen zu erstaunlichen Erkenntnissen. Normalerweise würde man vermuten, dass ein häufiger Wasserwechsel aus dem am Teich befindlichen Tiefbrunnen gut für die Wasserqualität wäre. Genau dies bewirkt jedoch das Gegenteil! Die Ursache liegt in der chemischen Zusammensetzung des Tiefbrunnenwassers, welches unter anderem 50-mal zu viel gelösten, reaktiven Phosphor und mehr als 3-mal zu viel Nitrat enthält. Dies führt dazu, dass aus diesem nährstoffreichen Wasser eine 12-mal zu hohe potenzielle Primärproduktion (Biomasse) hervorgeht. Auch die Befüllung mit Trinkwasser führt zu keiner wesentlichen Verbesserung, weil auch dies zu einer zu hohen Biomasseproduktion führt.
Diese Biomasse bildet sich in erster Linie in Form von Algen. Auch zahlreiche andere Parameter, wie die elektrische Leitfähigkeit, sowie die Wasserhärte liegen weit oberhalb der Norm, welche die optimale Wasserzusammensetzung für die Anlage von ligotrophen, klaren Gewässern mit wenigen Algen vorgibt.
Die chemische Zusammensetzung des in den Teich gefüllten Wassers wird erst nach einigen Wochen der „Selbstheilung“ qualitativ besser, indem Algen die Nährstoffe aufnehmen und in Algenteppiche umwandeln. Diese Algen sterben jedoch irgendwann ab und sinken als Schlamm zu Boden. Im Zuge der Verrottung werden die Nährstoffe zum Teil wieder frei gesetzt. Deshalb war die bisher praktizierte Methode, das schmutzig erscheinende Wasser abzulassen und durch sauber erscheinendes Wasser zu ersetzen, höchst kontraproduktiv, da hierdurch immer neue Nährstoffe eingetragen wurden, die das Algenwachstum ankurbelten. Dies stellt natürlich ein massives, ästhetisches Problem in Form von Grünfärbung und Trübung durch einzellige Algen, sowie in Form von Algenteppichen durch Fadenalgen bis hin zur Schaumbildung dar.
Problem verschärfend: Zum nährstoffreichen Füllwasser kommen Blätter und Entenfütterung (die verboten ist) und Fischbestand hinzu, der das erwünschte Zooplankton auffrisst und mit seinem Flossenschlag den gerade abgesetzten Mulm wieder aufwirbelt. Es sollte demnach kein Fischbesatz stattfinden. Fischbestand lässt sich aber oft nicht vermeiden, weil Laich durch Flugvögel eingebracht wird. Dem entsprechend ist bei unvermeidbarem Friedfischbestand auch an Raubfischbesatz (1:10) zu denken.
Insgesamt kommen die Untersuchungen zu dem Ergebnis, dass die Teichanlage bei ihrer Anlage bereits mangelhaft geplant und demnach ökologisch kaum leistungsfähig konstruiert worden ist und dass in der Bewirtschaftung Nachholbedarf besteht.
Zunächst einmal sollten die Phosphate ausgefällt werden, bevor das Tiefbrunnenwasser in den Teich geleitet wird. Dazu gibt es geeignete Gerätschaften.
Das gestalterische Ziel sollte sein, geeignete Flachwasserzonen zu erstellen, in die spezielle Bodenfilterschichten eingebracht werden. Diese bieten Lebensraum für einen erwünschten Bakterienrasen, der einen großen Teil zur Wasserreinigung beiträgt. Zudem werden hierin Wasserpflanzen gesetzt, die dem Wasser Nährstoffe entziehen und sie in oberirdischer Biomasse (Blättern) binden. Diese dem Wasser entzogenen Nährstoffe stehen dann den Algen nicht mehr zur Verfügung. Mittels eines Pumpen und Rohrleitungssystems werden diese bepflanzten Zonen durchströmt und eine Filteranlage entfernt alle gröberen (meist organischen) Verunreinigungen.
Eine entsprechende Umgestaltung der Anlage könnte die Situation signifikant verbessern, da sich ein stabiles Ökosystem einstellt, was wesentlich weniger Pflegeaufwand verursacht. Zudem wird die Anlage optisch aufgewertet durch attraktive Wasserpflanzen und das Wasser wird deutlich klarer werden.
Bei der letzten Entleerung des Teichs wurden Absackungen des Teichbodens festgestellt, die in Kürze eine Sanierung ohnehin erforderlich werden lassen. Die Umgestaltung wie oben beschrieben wäre im Zuge dieser fälligen Bodensanierung gut durchführbar.
Die Untersuchungsergebnisse der Wasseranalyse und die daraus resultierenden Lösungsvorschläge wird die FWG der Stadtverwaltung in Kürze zur Verfügung stellen.
Dazu wird die FWG beantragen, dass die Fachabteilung der Verwaltung die Möglichkeiten und Kosten zur Umsetzung prüft und zwecks Beschlussfassung den entsprechenden Gremien zuleitet.

Großes Interesse an der Sanierung der westlichen Altstadt
Rege Beteiligung am Informationsstand der FWG Andernach e.V.
Der Informationsbedarf ist groß – ganz gleich ob es sich um unmittelbar Betroffene, interessierte Andernacher Bürger oder Besucher unserer Stadt handelt: Die Sanierung der westlichen Altstadt ist ein Thema, das am Herzen liegt.
Die Freien Wähler trugen diesem Bedürfnis Rechnung. Vor dem historischen Rathaus gab es fundierte Informationen und die Gelegenheit, anhand von großformatigen Karten und mit kompetenten Ansprechpartnern zahlreiche Facetten dieses umfangreichen Themas zu erörtern.
Das übersichtlich nach verschiedenen Aspekten aufbereitete Kartenmaterial lud zum intensiven Studium ein und war für viele Einkaufsbummler ein echter „Hingucker“.
Bei erfrischender Maibowle oder wahlweise einem stärkenden Kaffee ergaben sich viele fruchtbare Gespräche.
Das große Interesse und die rege Beteiligung sowohl von Andernachern als auch von vielen Gästen unserer Stadt machten wieder einmal unmissverständlich deutlich: Bürger sind interessiert, Bürger denken mit und Bürger haben eine Menge guter Ideen! Gerade die Vielfalt der angesprochenen Sachverhalte sind für die FWG Andernach immer wieder ein Grund, das Gespräch zu suchen und Anregungen aufzunehmen.
Die Freien Wähler bedanken sich bei allen Gästen und engagierten Mitgliedern für eine gelungene Veranstaltung!
Pressemitteilung der FWG Andernach e.V.
Infostand der Freien Wähler am Samstag, 21.5.
Themenschwerpunkt: Sanierung der westlichen Altstadt
Noch jung an Jahren und doch schon auf dem Weg zu einem Klassiker: Der alljährliche Informationsstand der FWG Andernach e.V. im Mai.
Kommenden Samstag, 21.5., sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich zwischen 10 und 13 Uhr am historischen Rathaus mit erfrischender Maibowle und anderen kühlen Getränken eine kleine Auszeit vom Einkaufsbummel zu gönnen. Dabei besteht Gelegenheit, sich mit engagierten FWG-Mitgliedern und FWG-Stadträten zu allen Anliegen rund um die Andernach Kommunalpolitik auszutauschen. Ein Themenschwerpunkt in diesem Jahr wird die Sanierung der westlichen Altstadt sein.
Die Freien Wähler freuen sich darauf, mit den Andernachern und ihren Gästen ins Gespräch zu kommen, Informationen zu geben und Anregungen in die weitere politische Arbeit mit hinein zu nehmen.
Pressemitteilung der FWG Andernach e.V.
Mitgliederversammlung 2011

Jahreshauptversammlung der Freien Wählergruppe Andernach
Lebhafte Beteiligung – Neuer Vorstand hat sich bewährt
Erstmals unter der Leitung des seit vergangenem April amtierenden Vorsitzenden Egon Schäfer fand die diesjährige Jahreshauptversammlung der Freien Wählergruppe Andernach eV statt.
Nach dem Totengedenken ließ Egon Schäfer vor zahlreichen FWG-Mitgliedern viele schöne und effektive Aktionen des zurückliegenden Jahres Revue passieren. Der Schwerpunkt lag dabei traditionell auf Informationsveranstaltungen für Andernacher Bürgerinnen und Bürger. Zwei Beispiele aus vielen waren der auch für dieses Jahr wieder geplante Maibowlen-Treffpunkt und der nun schon fest etablierte Nikolausstand.
In einer ersten Bestandsaufnahme betonte Schäfer die positive Wirkung der Entscheidung, Verantwortung in der FWG auf mehrere Schultern zu verteilen und den Vorstand auf acht Personen zu erweitern. Insbesondere der dadurch entstehende „Ideenschub“ durch den kreativen Austausch erwies sich als sehr fruchtbar. Ein deutliches Zeichen setzte in dieser Hinsicht die Unternehmung „FWG on tour“, bei der Vorstand und Mitglieder Heimatstadt und Umland aus ganz neuer Perspektive kennen lernten.
Diese und alle anderen Aktionen sind Resultat des Engagement und der Mitarbeit der FWG-Mitglieder, bei denen sich Egon Schäfer im Namen des gesamten Vorstandes recht herzlich bedankte.
Einen besonderen Einsatz zeigen die für die Freien Wähler aktiven Stadträte. In dieser Hinsicht betonte der Vorsitzende, dass der vielzitierte und von allen Parteien beharrlich abgestrittene „Fraktionszwang“ bei der FWG Andernach nachweislich keine Rolle spielt.
Neben gemeinschaftlich getragenen Anliegen kann es vereinzelt durchaus zu begründet unterschiedlichem Abstimmungsverhalten innerhalb der FWG-Stadtratsfraktion kommen – ein Zeichen gelebter Demokratie!
Informiert wurden die Mitglieder auch darüber, dass es zuweilen dauert, bis Anliegen der FWG in das Blickfeld der „großen“ Fraktionen gerückt sind: Stichwort z.B. „Mülltonnen-Rundgang und Entsorgungskonzept“. Der FWG-Antrag dazu stammt aus dem Jahre 2008! Nach wie vor wäre es aus Sicht der FWG Andernach sinnvoll, eine Wahlmöglichkeit für die kleinere 120-Liter-Tonne anzubieten. Dies würde für ältere Bürgerinnen und Bürger eine erhebliche Erleichterung darstellen, zu einer Entlastung der Situation in den engen Gassen der Altstadt beitragen, und insbesondere die Optik des städtischen Straßenbildes verbessern.
Informationen zu den Einschränkungen für die Ansiedlung von Spielhallen oder zur Haushaltslage der Stadt Andernach entfachten eine lebhafte Diskussion unter den Anwesenden. Dabei wurde eine ganze Bandbreite an Aspekten angesprochen, so dass die Mitglieder umfangreiche Informationen erhielten und die Stadträte vielfältige Anregungen in ihre Entscheidung zu diesem Thema einfließen lassen konnten.
Bei all dem lebhaften Austausch wurde allerdings nicht vergessen, das ordnungsgemäße wirtschaftliche Handeln im eigenen Haus zu begutachten. Hier konnten Wolfram Richter und Rudolf Böttcher als Kassenprüfer dem Schatzmeister Benno Bach eine hervorragende und akkurate Kassenführung bescheinigen. Nachfolgend wurden er und der gesamte Vorstand entlastet.
Informationen aus den Stadtteilen zeigten das FWG-Engagement unmittelbar an der Basis, Berichte aus den Ausschüssen bereicherten um neue Erkenntnisse. Wer hätte gedacht, dass z.B. von über 40 Kulturveranstaltungen nur ganze 6 kostendeckend durchgeführt werden konnten? Und dass selbst über 600 Zuschauer eine Theateraufführung nicht in die schwarzen Zahlen bringen?
Reichlich Stoff zum Nachdenken also und Einigkeit bei folgendem FWG-Anliegen: Solche Angaben sollten öffentlich zugänglich und damit für alle Bürger transparent sein!
Für die Abschaffung des bislang geltenden Status „Nicht öffentlich“ werden sich die FWG-Stadträte einsetzen.
Auch bei anderen Themen, von der Straßensanierung bis zum Weißheimer-Gelände werden die Freien Wähler am Ball bleiben. Diese und weitere Sachverhalte waren auch nach dem offiziellen Ende der Jahreshauptversammlung Gegenstand vieler Gepräche in geselliger Runde.
Claudia Kalla,
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
FWG Andernach eV
LANDTAGSWAHL - Wahlergebnis - 2011
www.wahlen.rlp.de/ltw/wahlen/2011/ergebnisse/1111370000301.html
FWG-Teilnahme am Rosenmontagszug 2011 in ANDERNACH

Hier findet Ihr den FWG-Wagen im Rosenmontagszug ganz am Anfang.
http://www.youtube.com/watch?v=X4TpsoXIkzg&feature=related
und hier ab Minute 11:00 bis 13:00
http://www.youtube.com/watch?v=PnThzmR_3tA&feature=related
Freie Wählergruppe unterstützt Wagenbauer
Zwölf Feuerlöscher an Wagenbauer übergeben

Kurz vor dem Höhepunkt des Andernacher Karnevals, dem Rosenmontagszug, hat die FWG Freie Wählergruppe Andernach e.V. in diesem Jahr die Wagenbauer der Stadt Andernach, die in mühevoller Arbeit viele Karnevalswagen bauen, unterstützt. Die meisten Karnevalswagen stehen vor der Vollendung und der technischen Abnahme. So kam die FWG-Spende von 12 Feuerlöscher für die brandschutztechnische Ausrüstung der Wagen gerade richtig.
Im Beisein von vielen Wagenbauern konnte der FWG-Vorsitzende Egon Schäfer, zusammen mit dem FWG-Ehrenvorsitzenden Breil und FWG-Fraktionschef Dressel sowie einigen FWG-Vorstandsmitgliedern, am 18.02.2011 diese Ausrüstung in der Wagenbauerhalle übergeben. Hallenmeister Jürgen Senft bedankte sich für die willkommene Unterstützung.
Der Andernacher Karnevalszug wird also mit gut ausgerüsteten Wagen am Rosenmontag durch die Straßen der Stadt rollen.
20.02.2011
Pressemitteilung der FWG-Andernach e.V.
GEMA-Gebühren in Kindergärten und Tagesstätten?
Für das Singen und Spielen von Musik und Kopieren von Noten sollen die Kindergärten eine Gebühr an die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) zahlen. Wer und was als Ausnahmeregelung bereits im Urheberrechtsgesetz von Zahlungen befreit ist wird zwar für manche Nutzungsgruppen benannt und wirksam, nicht offenbar für Kinder, die noch nicht in der Schule sind:
»Die Vergütungspflicht entfällt für Veranstaltungen der Jugendhilfe, der Sozialhilfe, der Alten- und Wohlfahrtspflege, der Gefangenenbetreuung sowie für Schulveranstaltungen, sofern sie nach ihrer sozialen oder erzieherischen Zweckbestimmung nur einem bestimmt abgegrenzten Kreis von Personen zugänglich sind. Dies gilt nicht, wenn die Veranstaltung dem Erwerbszweck dient.« (§ 52 Urheberrechtsgesetz).
Die Freie Wählergruppe appelliert dringend an die zuständigen Kreis- und Landes-Politiker, Behörden und GEMA-Vertreter, sich kurzfristig zu einer Lösung zusammen zu finden, um diese Situation zu ändern und Vorschulkinder dieselben Vorteile zukommen zu lassen wie Jugendlichen, Sozialhilfeempfängern, Alten, Gefangenen und Schülern.
06 Januar 2011 Pressemitteilung der FWG-Andernach e.V.